Chronik


Eigentlich sollte eine Chronik ja nahezu lückenlos sein und vor allem am Anfang starten…..aber andererseits kann man ja auch mal eine Betrachtungspause machen, wenn alles in etwa dem gleichen Rhythmus weiterläuft. Und meist sind die aktuellen Entwicklungen ja auch mindestens ebenso wichtig für den Betrachter.

 

Insoweit setzt dieser erste Teil der Chronik bei etwas zeitnaheren Ereignissen an.

Dabei ist in erster Linie die Weiterentwicklung der musikalischen Neuausrichtung „the main therm“. Nehmen wir also einfach mal die letzten zwei bis drei Jahre……

 

(Eine weiter zurück reichende Chronik zeigt der untere, zweite Teil)

 

Mit unserem musikalischen Leiter in Person von Armin Hennig geht es unaufhörlich voran, Richtung moderner Klänge. Dies bedeutet nicht etwa, dass wir jedem Musiktrend „hinterher blasen“. In unser Repertoire werden auch Stücke neu eingefügt, die man als Oldie bezeichnen kann und dennoch passen sie in die Musikgattung, die wir gern spielen möchten.

Dies ist wohl auch ein Grund dafür, dass es inzwischen keine „Arbeitsmittel“ mehr neben der ordentlichen Notenarbeit gibt.

Ein Mindestmaß an Kenntnissen für neue Mitspieler ist daher Voraussetzung. Aber die kann man natürlich immer noch von Grund auf bei uns bekommen. Es dauert dann halt etwas länger, bis man in der Gruppe mitmachen kann. Sonst nichts. Und das halten wir locker aus J

 

Der Fanfarenzug ist inzwischen noch mehr zu einer Musikgruppe geworden, auf die der Name eigentlich gar nicht mehr passt. Eine verbliebene Fanfare dient noch für Zeremonien, sonst findet kein Instrument dieser Gattung mehr Verwendung.

Eine Namensänderung ist aber dennoch nicht beabsichtigt, weil mit unserem Namen die Verbundenheit mit dem Schützenverein (unserem Hauptverein) –unser LU- ausgedrückt wird und wir unter diesem Namen halt bekannt sind. (Never change a winning team!)

Wir haben in den letzten drei Jahren alle Register unseres Fanfarenzugs verstärken können.

 

Mit einem Übungswochenende in Lehringen (Kreis Verden) beginnt seit ein paar Jahren die Saison. Dieser Termin dient zum lockeren Wiedereinstieg nach der Pause über den Jahreswechsel und gleichzeitig als Auftakt zu den wöchentlichen Übungsabenden das Jahr hindurch.

Über den Zugang des Schlagwerks gibt es im zweiten Teil einige Erläuterungen. Der Zugang bei den Blech- und Holzblasinstrumenten ergibt sich inzwischen „fremdgesteuert“ J Soll heißen, es wird inzwischen jenes Musikinstrument integriert, welches unser Neuzugang mit einbringt. (Wer noch kein  Instrument gespielt hat und neu anfangen möchte, bekommt eines von uns, ist doch klar) Und in den letzten Jahren hatten wir einen quasi idealen Mix der sich wahrscheinlich zufällig auf alle Register erstreckt und gerecht verteilt hat.

Unvermeidbare Abgänge durch Berufs- und Studienortwechsel konnten voll durch neue Musiker kompensiert werden, die den Weg zu uns aus ähnlichen Gründen gefunden haben.

 

Natürlich tragen wir auch weiterhin Uniform zu den meisten Anlässen. (Näheres im zweiten Teil) Diese werden nach wie vor von einer Schneiderei in HH genäht. Das ist teuer aber noch kann`s der Fanfarenzug stemmen.

 

Aber auch Poloshirts und Sportbekleidung werden gern angezogen, wenn wir unterwegs sind.

Beides wurde übrigens im Jahr 2010 bzw. 2011 erneuert.

 

Die Altersstruktur ist bei uns sehr gespreizt. Sie reicht derzeit von ca. 10+ bis 50+.

Besonders schön ist es, dass diese „Spanne“ im Miteinander nicht zu Altersgrüppchen führt, sondern Jede und Jeder mit Jeder und Jedem prima zusammenspielen kann. (Ääähhhh, hört sich jetzt irgendwie schief an, trifft`s aber wohl)

 

Unseren aktuellen Vorstand, die Musiker und unsere Stücke aber auch die aktuellen Termine kann man prima auf der jeweiligen Seite sehen. Auch Bilder sagen mehr als tausend Worte………….Deshalb jetzt                   zur wahren Historie und dem zweiten Teil:

Hier erfahrt ihr etwas über die Geschichte des Fanfarenzuges.

Der Fanfarenzug Achim ist 1977 aus dem Spielmannszug Achim hervorgegangen. Der Gründer und damalige Obmann war Wilhelm Krahé. Anfänglich hatten sich 10 Mitglieder aus dem Spielmannszug Achim zusammengefunden um im Fanfarenzug mitzuwirken, bis jener auf eigenen Beinen stehen konnte. Der Fanfarenzug war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Besitz einer eigenen Uniform und so trugen wir die grau-schwarze Uniform des Spielmannszuges. Die Instrumente, die wir benutzten waren die von einem Fanfarenzug, der sich ein paar Jahre zuvor aufgelöst hatte.

Mit dieser Ausrüstung fand 1977 beim Schützenfest in Achim der erste Auftritt statt, bei dem wir 4 Lieder spielten, die mit Zahlen benannt wurden damit wir sie uns besser einprägen konnten. Seit diesem Zeitpunkt gehörte der junge Fanfarenzug dem Schützenverein Achim öffentlich an.

1980 wurden dann die ersten Ventilfanfaren gekauft, damit wir das Repertoire vergrößern konnten. Um dann noch mehr Stücke spielen zu können, wurden 1982 Hörner, eine Bass Drum sowie einige Effektinstrumente wie Claves und Schellenkränze gekauft. Ebenso besorgten wir uns eine Original Fanfarenzuguniform, die wir bis 1997 trugen. Ein paar Jahre später wurden Kornette und ein Sousaphon gekauft. 1990 folgten die ersten Snares und Trompeten. Mit Kauf der Trompeten wurden die Ventil- und Naturfanfaren abgeschafft. Somit waren wir kein Fanfarenzug mehr sondern eher eine Brass-Band.

1997 wurden neue Uniformen angeschafft.

1999 erlebte der Fanfarenzug Achim seinen wohl absoluten Höhepunkt: Beim 75-jährigen Jubiläum des befreundeten Spielmannszuges aus Bredstedt in Schleswig Holstein gewannen wir alle 3 Disziplinen, nämlich die Publikumswertung (mit einem Punkt Vorsprung auf die "Bredstedter Oldies"), die Dirigatswertung und das Wertungsspiel. Der Zug, der die meisten Preise mit nach Hause nimmt, bekommt in Bredstedt auch noch den Bronzenen Seehund, einen Wanderpokal, den man nur behalten darf, wenn man ihn 3 Mal mit nach hause nimmt. (siehe Presse)

Im Juli 2002 haben wir das Schlagwerkregister von Grund auf erneuert. Wir haben 1 neue Bass-Drum, 1 Tenortrommel, 5 neue Snares sowie 1 Paar neue Timp Toms (Quint) und Marching Bells angeschafft. Die Instrumente sind ganz in schwarz gehalten.

Im September 2002 feierten wir unser 25-jähriges Jubiläum. Dieses haben wir mit ein paar regional ansässigen Spielmanns- und Musikzügen gefeiert.

Hier noch einige wichtige Namen und Daten aus der Zeit ab und um das Jahr 2000

Erster Obmann für die Zeit von 1994 bis Januar 2003 war Jens Blimke, der zeitweise neben dieser Position auch noch weitere Aufgaben im Fanfarenzug wahrgenommen hat. (U.a. den Kassenwart und Aufgaben des Schriftführers) In seiner Zeit als erster Obmann erlebte der Fanfarenzug Höhen und Tiefen, wie dies in allen Vereinen regelmäßig vorkommt. Im Jahr 2003 sind anlässlich der Jahreshauptversammlung einige alte Mitglieder aus dem Fanfarenzug ausgeschieden und auch Jens hat sein Amt niedergelegt. Leider befand sich die Musikgruppe zu diesem Zeitpunkt eh in einer „kleinen Schlechtwetterzone“ mit schwacher Beteiligung bei Übungsabenden und ebensolchen bei einigen Auftritten. Ja es gab gar schon Gerüchte, der Fanfarenzug sei ohne Leitung und gar nicht mehr spielfähig. Noch auf dieser Jahreshauptversammlung fand sich mit Matthias Wöbse jedoch ein verantwortlicher neuer erster Obmann, der den Fanfarenzug durch das etwas holprig verlaufende Restjahr 2003 führte und der letztlich im Spätsommer anlässlich einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eine Neuorientierung erfolgreich auf den Weg zu bringen vermocht hat. Wahrscheinlich war dies, aus heutiger Sicht, die für unsere jetzige Ausrichtung wichtigste Zeitspanne. Ab hier übernahm die Führung als erster Obmann Jens Graumann und als musikalischer Leiter Armin Hennig.

Das Jahr 2004 brachte unter dieser Leitung dann wieder eine neue Stabilität und eine durchschnittliche Musikertruppe von 19 Spielleuten bei Auftritten. Die Talsohle war durchschritten. In 2005 dann schon die Teilnahme am 15. Landesmusikfest des NSSV in Hagenburg vom 10. – 11. September. Ergebnis: Prädikat: „Teilnahme mit hervorragendem Erfolg“ Womit belegt wäre, dass die Entwicklung des Fanfarenzugs die „schweren Wetter“ hinter sich gelassen hatte.

Auf der Jahreshauptversammlung in 2008 erfolgte sodann eine Wachablösung durch die Wahl des neuen 1. Obmanns Sven Forke, unterstützt von der 2. Obfrau Sabrina Hennig (geb. Homann). Musikalischer Leiter ist und bleibt Armin Hennig. Die weiteren Positionen, die einen Vorstand ausmachen, sind jetzt auch stets mit separaten Personen besetzt, so dass es keine Doppelfunktionen mehr gibt.

Da sich jedoch berufliche und private Notwendigkeiten nicht von den im Verein wahrgenommenen Funktionen beeindrucken lassen, war in 2010 schon die Wahl eines neuen ersten Obmanns erforderlich. Dies ist seither Tobias Böder, unterstützt von der zweiten Obfrau Sabrina Hennig.

Da die Letztgenannten bereits langjährige Vereinsmitglieder waren und auch noch sind, hat die Übertragung der Funktionen nur wenig Reibungsverluste ergeben. Die Informationswege sind glücklicherweise kurz geblieben und vor allem, es gehen keine verloren!

Und schon sind wir wieder am Anfang der Chronik, nämlich den aktuellen Gegebenheiten. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und das Interesse an unserem Verein und unserer Musik !!